Handelsbezeichnung: Oxykupfer 35 WG

Pflanzenschutzmittelverzeichnis (Stand: 04.06.2024)

Produktkategorie: Bewilligungsinhaber: Eidg. Zulassungsnummer:
Bakterizid
Fungizid
Stähler Suisse SA
W-7315-1
Stoff(e): Gehalt: Formulierungscode:
Wirkstoff: Kupfer (als Oxychlorid)
35 % [als 58.8% Kupferoxychlorid]
WG Wasserdispergierbares Granulat
Anwendungen
A Kultur Schaderreger/Wirkung Dosierungshinweise Auflagen
O Kernobst
Schorf des Kernobstes
Konzentration: 0.125 %
Aufwandmenge: 2 kg/ha
Anwendung: Vor der Blüte bis Ballonstadium (BBCH 59).
1, 2, 3, 4
O Pfirsich / Nektarine
Kräuselkrankheit des Pfirsichs
Konzentration: 0.188 %
Aufwandmenge: 3 kg/ha
Anwendung: Bis Ende Knospenschwellen (BBCH 52).
1, 2, 3, 4
O Steinobst
Narren- oder Taschenkrankheit der Zwetschge
Schrotschuss
Konzentration: 0.43 %
Aufwandmenge: 6.9 kg/ha
Anwendung: Beim Austrieb.
1, 2, 3, 4
W Reben
Falscher Mehltau der Rebe
Teilwirkung:
Echter Mehltau der Rebe
Graufäule (Botrytis cinerea)
Nebenwirkung:
Rotbrenner
Konzentration: 0.125 %
Aufwandmenge: 2 kg/ha
Anwendung: Nach der Blüte, bis spätestens Mitte August.
3, 4, 5, 6, 7
W Reben
Falscher Mehltau der Rebe
Konzentration: 0.4 %
Aufwandmenge: 6 kg/ha
Anwendung: Abschlussbehandlung spätestens Ende August, nur bei starkem Befallsdruck.
3, 4, 5, 7
W Reben
Teilwirkung:
Falscher Mehltau der Rebe
Konzentration: 0.125 %
Aufwandmenge: 2 kg/ha
Anwendung: Bis spätestens Ende August.
3, 4, 5, 7
G Artischocken
Falscher Mehltau der Artischocke
Teilwirkung:
Bakterienweichfäule
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 3 Tage
1, 3, 4, 8, 9
G Aubergine
Tomaten
Alternaria-Dürrfleckenkrankheit
Kraut- und Fruchtfäule
Septoria-Blattfleckenkrankheit der Tomate/Aubergine
Konzentration: 0.7 %
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Tage
1, 3, 4, 10
G Aubergine
Tomaten
Teilwirkung:
Bakterielle Fleckenkrankheit
Bakterielle Tomatenwelke
Konzentration: 0.7 %
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Tage
1, 3, 4
G Blattsalate (Asteraceae)
Bakteriosen
Blattfleckenpilze
Falscher Mehltau des Salats
Marssonina-Blattfleckenkrankheit (Salate)
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 7 Tage
Anwendung: Ab dem 8-Blatt-Stadium.
1, 3, 4, 8, 9
G Bohnen
Teilwirkung:
Bohnenbrand
Fettfleckenkrankheit
Aufwandmenge: 3 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 11
G Endivien und Blattzichorien
Bakteriosen
Blattfleckenpilze
Falscher Mehltau des Salats
Marssonina-Blattfleckenkrankheit (Salate)
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 7 Tage
Anwendung: Ab dem 8-Blatt-Stadium.
1, 3, 4, 8, 9
G Erbsen mit Hülsen
Brennfleckenkrankheit der Erbse
Falscher Mehltau der Erbse
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 8, 9
G Gurken
Kürbisse mit geniessbarer Schale
Anthraknose der Kürbisgewächse
Konzentration: 0.15 %
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 8, 9
G Gurken
Teilwirkung:
Eckige Blattfleckenkrankheit
Falscher Mehltau der Kürbisgewächse
Konzentration: 0.3 %
Aufwandmenge: 3 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 11
G Karotten
Alternaria-Möhrenschwärze
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 10
G Knollensellerie
Stangensellerie
Septoria-Blattfleckenkrankheit des Selleries
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 10
G Kohlarten
Teilwirkung:
Adernschwärze
Konzentration: 0.3 %
Aufwandmenge: 3 kg/ha
1, 3, 4, 12
G Kürbisse mit geniessbarer Schale
Teilwirkung:
Eckige Blattfleckenkrankheit
Falscher Mehltau der Kürbisgewächse
Aufwandmenge: 3 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 8
G Paprika
Falscher Mehltau der Paprika
Konzentration: 0.15 %
Wartefrist: 3 Tage
1, 3, 4, 8, 9
G Puffbohne
Brennfleckenkrankheit der Ackerbohne
Rost der Ackerbohne
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 8, 9
G Rande
Cercospora- und Ramularia-Blattfleckenkrankheiten
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 10
G Rucola
Bakteriosen
Blattfleckenpilze
Falscher Mehltau der Kreuzblütengewächse
Aufwandmenge: 1.5 kg/ha
Wartefrist: 7 Tage
Anwendung: Ab dem 8-Blatt-Stadium.
1, 3, 4, 8, 9
G Schwarzwurzel
Weisser Rost der Schwarzwurzel
Aufwandmenge: 7 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4
F Tabak
Blauschimmel des Tabaks
Aufwandmenge: 1.8 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
1, 3, 4, 8, 9, 11, 13


Auflagen und Bemerkungen:
  1. Höchstens 4 kg Kupfer-Metall je Hektar und Jahr.
  2. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf ein Baumvolumen von 10'000 m³ pro ha. Die Aufwandmenge ist gemäss den Weisungen der Zulassungsstelle an das Baumvolumen anzupassen.
  3. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.
  4. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzbrille oder Visier tragen. Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen. Technische Schutzvorrichtungen während des Ausbringens (z.B. geschlossene Traktorkabine) können die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung ersetzen, wenn gewährleistet ist, dass sie einen vergleichbaren oder höheren Schutz bieten.
  5. Maximal 6 kg Kupfer-Metall je Hektar und Jahr; innert 5 aufeinanderfolgender Jahre maximal 20 kg Kupfer-Metall je Hektar (Kupferbilanzierung).
  6. In Tankmischung mit Folpet-haltigen Präparaten.
  7. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium BBCH 71-81 (J-M, Nachblüte) und eine Referenzbrühemenge von 1600 l/ha (Berechnungsgrundlage) oder auf ein Laubwandvolumen von 4500 m³ pro ha. Die Aufwandmenge ist gemäss den Weisungen der Zulassungsstelle an das Laubwandvolumen anzupassen.
  8. Behandlungen im Abstand von mindestens 7 Tagen.
  9. Bewilligt als geringfügige Verwendung nach Art. 35 PSMV (minor use).
  10. In Tankmischung mit organischen Fungiziden genügt die Hälfte der aufgeführten Aufwandmenge.
  11. Gefahr von Phytotoxizität.
  12. Nur zur Anzucht von Jungpflanzen.
  13. Keine Behandlung während der Blüte.


Gefahrenkennzeichnungen:
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • EUH401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
  • H319 Verursacht schwere Augenreizung.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
  • SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.


Signalwort:
  • Achtung

Gefahrensymbole und -bezeichnungen:
Kurzkennzeichnung GHS07 GHS09
Symbol Kurzkennzeichnung - Vorsicht gefährlich Kurzkennzeichnung - Gewässergefährdend
Gefahrenbezeichnung Vorsicht gefährlich Gewässergefährdend


Im Zweifelsfall gelten einzig die Originaldokumente der Zulassung. Die Erwähnung eines Produktes, Wirkstoffes oder einer Firma stellt keine Empfehlung dar und bedeutet nicht, dass sich das Produkt im Verkauf befindet.