Handelsbezeichnung: Mesurol flüssig

Pflanzenschutzmittelverzeichnis (Stand: 13.08.2019)

Produktkategorie: Bewilligungsinhaber: Eidg. Zulassungsnummer:
Saatbeizmittel
Bayer (Schweiz) AG
W-6421
Stoff(e): Gehalt: Formulierungscode:
Wirkstoff: Methiocarb (Mercaptodimethur)
44.7 % 500 g/l
FS Mehrphasenkonzentrat zur Saatgutbehandlung oder Suspensionsbeize
Anwendungen
A Kultur Schaderreger/Wirkung Dosierungshinweise Auflagen
G Zuckermais
Vogelrepellent (Krähen)
Nebenwirkung:
Ackerschnecken/Deroceras Arten
Fritfliege
Aufwandmenge: 1 l/100 kg Saatgut
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
F Mais
Vogelrepellent (Krähen)
Nebenwirkung:
Ackerschnecken/Deroceras Arten
Fritfliege
Aufwandmenge: 1 l/100 kg Saatgut
1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9


Auflagen und Bemerkungen:
  1. Schützt das behandelte Korn vor Schneckenfrass.
  2. Die Dosierung von 1.0 l Produkt/100 kg Saatgut entspricht: 0.15 l Produkt pro Einheit Saatgut; 75 g Methiocarb pro Einheit Saatgut; 1.5 mg Methiocarb pro Korn.
  3. Die Verpackungen von behandeltem Saatgut sind mit dem folgenden Hinweis zu versehen: "Bei Aussaat mit pneumatischer Sämaschine muss diese mit Deflektoren ausgestattet sein, welche die Abluft in Richtung und in Nähe des Bodens entweichen lassen."
  4. Die Etiketten von Säcken mit behandeltem Saatgut sind mit folgenden Angaben zu versehen: - Gebeiztes Saatgut. Nicht einnehmen! Überreste dürfen (auch gewaschen) nicht als Futter oder Lebensmittel verwendet werden. - Die Handelsbezeichnung, Wirkstoff(e), sowie die Sicherheitshinweise des Saatbeizmittels. - Zum Schutz von Vögeln und wildlebenden Säugetieren muss das behandelte Saatgut vollständig in den Boden eingearbeitet werden; es ist sicherzustellen, dass das behandelte Saatgut auch am Ende der Saatreihen vollständig in den Boden eingearbeitet ist. - Zum Schutz von Vögeln und wildlebenden Säugetieren muss verschüttetes Saatgut beseitigt werden.
  5. Bei der Behandlung von Saatgut ist die vom Bewilligungsinhaber erstellte Gebrauchsanweisung zu beachten. Um die Staubemission zu minimieren, bestimmt die Gebrauchsanweisung insbesondere die möglichen Mischungen mit anderen zugelassenen Produkten und die zur Sicherstellung einer guten Adhäsion des Produkts auf dem Saatgut zu verwendenden Zusatzstoffe. Laut Gebrauchsanweisung technisch bzw. unter Sicherheitsaspekten ungeeignete Beizgeräte wie z.B. Betonmischer dürfen nicht verwendet werden. Der Beizprozess muss gewährleisten, dass die Staubemission bei der Handhabung von behandeltem Saatgut eine Menge von 0.75 g pro 100'000 Körner Mais nicht überschreitet.
  6. Beizen des Saatguts: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Atemschutzmaske (P2) tragen.
  7. Bewilligt als geringfügige Verwendung nach Art. 35 PSMV (minor use).
  8. Die Etiketten von Säcken mit behandeltem Saatgut sind mit folgenden Angaben zu versehen: "Bei der Handhabung des behandelten Saatguts sind Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ein Schutzanzug zu tragen. Beim Öffnen der Saatgutsäcke und beim Beladen der Sämaschine ist Staubentwicklung zu vermeiden."
  9. Die Etiketten von Säcken mit behandeltem Saatgut sind mit folgenden Angaben zu versehen: "Frauen im gebärfähigen Alter müssen den Kontakt mit dem behandelten Saatgut vermeiden (z.B. beim Beladen oder Säen) ."


Gefahrenkennzeichnungen:
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
  • H301 Giftig bei Verschlucken.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
  • SPa 1 Zur Vermeidung einer Resistenzbildung darf dieses Pflanzenschutzmittel nicht mehr als zwei Mal pro Jahr ausgebracht werden.
  • SPe 5 Zum Schutz von Vögeln und wildlebenden Säugetieren muss das behandelte Saatgut vollständig in den Boden eingearbeitet werden; es ist sicherzustellen, dass das behandelte Saatgut auch am Ende der Saatreihen vollständig in den Boden eingearbeitet ist.
  • SPe 6 Zum Schutz von Vögeln und wildlebenden Säugetieren muss verschüttetes Saatgut beseitigt werden.
  • SPo 2 Die gesamte Schutzkleidung muss nach Gebrauch gewaschen werden.


Signalwort:
  • Gefahr

Gefahrensymbole und -bezeichnungen:
Kurzkennzeichnung GHS06 GHS09
Symbol Kurzkennzeichnung - Hochgiftig Kurzkennzeichnung - Gewässergefährdend
Gefahrenbezeichnung Hochgiftig Gewässergefährdend


Im Zweifelsfall gelten einzig die Originaldokumente der Zulassung. Die Erwähnung eines Produktes, Wirkstoffes oder einer Firma stellt keine Empfehlung dar und bedeutet nicht, dass sich das Produkt im Verkauf befindet.