Handelsbezeichnung: Captan S WG

Pflanzenschutzmittelverzeichnis (Stand: 15.11.2019)

Produktkategorie: Bewilligungsinhaber: Eidg. Zulassungsnummer:
Fungizid
Stähler Suisse SA
W-6246
Stoff(e): Gehalt: Formulierungscode:
Wirkstoff: Captan
80 %
WG Wasserdispergierbares Granulat
Anwendungen
A Kultur Schaderreger/Wirkung Dosierungshinweise Auflagen
B Freiland: Brombeere
Rutenkrankheiten der Brombeere
Konzentration: 0.18 %
Aufwandmenge: 1.8 kg/ha
Anwendung: Nach der Ernte.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
B Freiland: Heidelbeere
Godronia-Triebsterben
Konzentration: 0.18 %
Aufwandmenge: 1.8 kg/ha
Anwendung: Nach der Ernte.
1, 2, 4, 5, 6, 7, 8
B Freiland: Himbeere
Rutenkrankheiten der Himbeere
Konzentration: 0.18 %
Aufwandmenge: 1.8 kg/ha
Anwendung: Nach der Ernte.
1, 2, 4, 5, 6, 7, 9
O Apfel
Birne / Nashi
Lagerschorf des Kernobstes
Schorf des Kernobstes
Konzentration: 0.15 %
Aufwandmenge: 2.4 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
Anwendung: Ab Austrieb.
2, 4, 5, 10, 11
O Kernobst
Lagerkrankheiten
Konzentration: 0.15 %
Aufwandmenge: 2.4 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
Anwendung: Ab Austrieb.
2, 4, 5, 10, 11
O Kirsche
Bitterfäule der Kirsche
Sprühfleckenkrankheit der Kirsche
Konzentration: 0.15 %
Aufwandmenge: 2.4 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
2, 4, 5, 10, 11
O Steinobst
Schrotschuss
Konzentration: 0.15 %
Aufwandmenge: 2.4 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
2, 4, 5, 10, 11
Z Anemone
Ranunkel
Graufäule (Botrytis cinerea)
Konzentration: 0.12 %
Aufwandmenge: 1.2 kg/ha
Anwendung: Ab Befallsbeginn.
2, 4, 5, 7, 12
Z Bäume und Sträucher (ausserhalb Forst)
Schorf der Ziergehölze
Konzentration: 0.15 %
Anwendung: Ab Befallsbeginn.
2, 4, 5, 7, 12
Z Tulpe
Fusarium spp.
Aufwandmenge: 10 g/l
Anwendung: Tauchen. Vor der Pflanzung.
7, 13, 14


Auflagen und Bemerkungen:
  1. Maximal 2 Behandlungen pro Kultur und Jahr.
  2. SPe 3: Zum Schutz von Gewässerorganismen vor den Folgen von Drift eine unbehandelte Pufferzone von 20 m zu Oberflächengewässern einhalten. Diese Distanz kann beim Einsatz von driftreduzierenden Massnahmen gemäss den Weisungen des BLW reduziert werden.
  3. Für Brombeeren bezieht sich die angegebene Aufwandmenge auf Stadium "Erste Blüten bis etwa 50% der Blüten offen" sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha.
  4. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.
  5. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Schutzbrille oder Visier tragen. Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen. Technische Schutzvorrichtungen während des Ausbringens (z.B. geschlossene Traktorkabine) können die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung ersetzen, wenn gewährleistet ist, dass sie einen vergleichbaren oder höheren Schutz bieten.
  6. Behandlungen im Abstand von 7-14 Tagen.
  7. Bewilligt als geringfügige Verwendung nach Art. 35 PSMV (minor use).
  8. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium "50 - 90% der Blütenstände mit sichtbaren Früchten" sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha.
  9. Für Sommerhimbeeren bezieht sich die angegebene Aufwandmenge auf Stadium "Erste Blüten bis etwa 50% der Blüten offen" sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha. Für Herbsthimbeeren bezieht sich die Aufwandmenge auf eine Heckenhöhe von 150 - 170 cm sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha.
  10. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf ein Baumvolumen von 10'000 m³ pro ha.
  11. SPe 1 - Zum Schutz von Grundwasser insgesamt nicht mehr als 10 Anwendungen mit Captan-haltigen Produkten pro Parzelle und Jahr.
  12. 1-2 Anwendungen im Abstand von 10 Tagen.
  13. Tauchbehandlung der Blumenzwiebel.
  14. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Schutzbrille oder Visier tragen. Tauchbehandlung des Pflanzguts: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Visier + Kopfbedeckung tragen. Umgang mit behandeltem Pflanzgut: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.


Gefahrenkennzeichnungen:
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
  • H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
  • H318 Verursacht schwere Augenschäden.
  • H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
  • SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.


Signalwort:
  • Gefahr

Gefahrensymbole und -bezeichnungen:
Kurzkennzeichnung GHS05 GHS08 GHS09
Symbol Kurzkennzeichnung - Ätzend Kurzkennzeichnung - Gesundheitsschädigend Kurzkennzeichnung - Gewässergefährdend
Gefahrenbezeichnung Ätzend Gesundheitsschädigend Gewässergefährdend


Im Zweifelsfall gelten einzig die Originaldokumente der Zulassung. Die Erwähnung eines Produktes, Wirkstoffes oder einer Firma stellt keine Empfehlung dar und bedeutet nicht, dass sich das Produkt im Verkauf befindet.