Handelsbezeichnung: Thiram 80

Pflanzenschutzmittelverzeichnis (Stand: 15.11.2019)

Produktkategorie: Bewilligungsinhaber: Eidg. Zulassungsnummer:
Saatbeizmittel
Fungizid
Leu + Gygax AG
W-4635
Stoff(e): Gehalt: Formulierungscode:
Wirkstoff: Thiram (TMTD)
80 %
WG Wasserdispergierbares Granulat
Anwendungen
A Kultur Schaderreger/Wirkung Dosierungshinweise Auflagen
B Erdbeere
Teilwirkung:
Anthraknose der Erdbeere
Blattflecken und Fruchtfäule der Erdbeere
Konzentration: 0.3 %
Aufwandmenge: 3 kg/ha
Anwendung: Vor der Blüte und nach der Ernte. Spritzen.
1, 2, 3
O Apfel
Birne / Nashi
Schorf des Kernobstes
Konzentration: 0.2 - 0.3 %
Aufwandmenge: 3.2 - 4.8 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
Anwendung: Spritzen.
2, 4, 5, 6
O Steinobst
Kräuselkrankheit des Pfirsichs
Schrotschuss
Konzentration: 0.2 - 0.3 %
Aufwandmenge: 3.2 - 4.8 kg/ha
Wartefrist: 3 Woche(n)
Anwendung: Spritzen.
2, 5, 6
G Gemüsebau allg.
Samenbürtige Pilze
Aufwandmenge: 2 - 3 g/kg Saatgut
Anwendung: Beizanwendung.
7, 8, 9, 10
G Kopfsalate
Falscher Mehltau des Salats
Aufwandmenge: 1.5 - 2.5 kg/ha
Anwendung: Spritzen.
2, 3, 11
G Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Sclerotinia-Fäule
Konzentration: 0.3 %
Anwendung: Einstreichen der ersten Befallstellen (Spritzungen sind nicht bewilligt!).
12
F Eiweisserbse
Brennfleckenkrankheit der Erbse
Pythium ultimum
Aufwandmenge: 2 g/kg Saatgut
Anwendung: Beizanwendung.
8, 9, 10


Auflagen und Bemerkungen:
  1. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf Stadium "Vollblüte bis Beginn Rotfärbung der Früchte", 4 Pflanzen pro m² sowie eine Referenzbrühmenge von 1000 l/ha.
  2. Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen: bis 48 Stunden nach Ausbringung des Mittels Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.
  3. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzbrille + Atemschutzmaske (P3) tragen. Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen. Technische Schutzvorrichtungen während des Ausbringens (z.B. geschlossene Traktorkabine) können die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung ersetzen, wenn gewährleistet ist, dass sie einen vergleichbaren oder höheren Schutz bieten.
  4. 1-2 Behandlungen in die Blüte reduzieren den Kelchfäulebefall (Botrytis).
  5. Die angegebene Aufwandmenge bezieht sich auf ein Baumvolumen von 10'000 m³ pro ha.
  6. Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzbrille + Atemschutzmaske (P3) tragen. Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Visier + Kopfbedeckung tragen. Technische Schutzvorrichtungen während des Ausbringens (z.B. geschlossene Traktorkabine) können die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung ersetzen, wenn gewährleistet ist, dass sie einen vergleichbaren oder höheren Schutz bieten.
  7. Vorzugsweise in Kombination mit anderen Wirkstoffen.
  8. Die Etiketten von Verpackungen mit behandeltem Pflanzgut sind mit folgenden Angaben zu versehen: - Gebeiztes Pflanzgut. Nicht einnehmen! Überreste dürfen (auch gewaschen) nicht als Futter oder Lebensmittel verwendet werden. - Die Handelsbezeichnung, Wirkstoff(e), sowie die Sicherheitshinweise des Saatbeizmittels.
  9. Die Etiketten von Säcken mit behandeltem Saatgut sind mit folgender Angabe zu versehen: "Öffnen der Saatgutsäcke und Beladen der Sämaschine nur mit Schutzhandschuhen. Entwicklung und Einatmen von Staub vermeiden."
  10. Beizen des Saatguts: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen. Absacken des Saatguts, Reinigungsarbeiten: zusätzlich Kopfbedeckung + Schutzbrille + Atemschutzmaske (P2) tragen.
  11. 1-2 Behandlungen bis spätestens 14 Tage nach der Pflanzung, letzte Behandlung nur mit niedriger Konzentration.
  12. Ansetzen der Streichlösung: Schutzhandschuhe + Schutzbrille + Atemschutzmaske (P3) tragen.


Gefahrenkennzeichnungen:
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
  • EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
  • H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
  • H315 Verursacht Hautreizungen.
  • H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
  • H319 Verursacht schwere Augenreizung.
  • H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
  • H373 Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
  • SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.


Signalwort:
  • Achtung

Gefahrensymbole und -bezeichnungen:
Kurzkennzeichnung GHS07 GHS08 GHS09
Symbol Kurzkennzeichnung - Vorsicht gefährlich Kurzkennzeichnung - Gesundheitsschädigend Kurzkennzeichnung - Gewässergefährdend
Gefahrenbezeichnung Vorsicht gefährlich Gesundheitsschädigend Gewässergefährdend


Im Zweifelsfall gelten einzig die Originaldokumente der Zulassung. Die Erwähnung eines Produktes, Wirkstoffes oder einer Firma stellt keine Empfehlung dar und bedeutet nicht, dass sich das Produkt im Verkauf befindet.